Pikante Mangosuppe

Also, der Sommer begann am … ja, wann eigentlich? Na gut, der Sommer findet dieses Jahr am… Donnerstag statt! Nein? Vielleicht eher am Freitag?

Kalt ist's und frau hat auch hier auf dem Berg nicht wirklich Sommergefühle - auch nicht während der offiziellen Sommerferien.

Da ist noch eine reife Mango im Früchtekorb, die sollte dringend verwurstet werden – etwas Wärmendes, Scharfes, das wäre doch gerade richtig. Da fällt mein Blick auf ein Klarsichtmäppchen mit "Ausprobieren!!!"
Drei Ausrufezeichen bedeuten, dass ich das wirklich will…

Von einer lieben Freundin habe ich ein Rezept für eine Mangosuppe erhalten und weil ich Fruchtig-pikantes und Suppen sehr mag und der Göttergatte ebenfalls, wird das Rezept grad sofort ausprobiert. Das Resultat lässt sich sehen und schmeckte ausserordentlich. So gut, dass die Scampis nicht mit auf's Foto kamen und übrigens, der Koriander wurde erst nachher drübergestreut. Hier also nur das Foto vom dampfenden  Süppchen mit Sambal Olek-Einlage.

Pik Mangosoup

 ==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Pikante Mangosuppe mit oder ohne Scampis
Kategorien: Suppe, Vorspeise, Früchte
     Menge: 4-6 Portionen

      1      Essl. Butter
      1            Chilischote, in feinsten Würfeln (je nach
                   — Geschmack)
      2            Schalotten, fein gehackt
    1-2            Knoblauchzehe, durchgedrückt
      1            Mango, sehr reif, in Stückchen geschnitten (ca
                   — 350 g)
    150     Gramm  Karotten, in feinen Scheiben
    1-2    Stücke  Kartoffel, mehligkochend, in Stückchen
                   — geschnitten
    100        ml  Weisswein
    400        ml  Gemüsebouillon, kräftig
    200        ml  Kokosmilch
    2-3      Essl. Mango Chutney
    1-3      Teel. Sambal Olek
                   Salz, Pfeffer aus der Mühle

========================== DEKORATION ==========================
                   Korianderblätter
                   Chilischote

======================= MÖGLICHE EINLAGE =======================
                   Pro Person 1-3 gebratene Scampis

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach einem Rezept von Claudia Moritz
            — Erfasst *RK* 10.08.2011 von
            — Marie-Isabelle Bill

Butter in einer Kasserole erhitzen, dann Chili- und Schalottenwürfel
beigeben und die Knoblauchzehe dazudrücken. Alles kräftig dünsten
(nicht anbraten!).

Mangowürfel, Karottenscheibchen und Kartoffelwürfel beigeben und
kurz und kräftig mitdünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und etwas
einköcheln lassen.

Die Gemüsebouillon dazugiessen, aufkochen und auf kleinem Feuer
zugedeckt ca 20 Min. köcheln lassen, resp. bis das Gemüse weich
gekocht ist. Die Suppe mit dem Mixer pürieren.

Mit der Kokosmilch aufgiessen nochmals erwärmen und mit Mango
Chutney, Sambal Olek, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Teller vorwärmen, allenfalls Scampis leicht anbraten.

GARNITUR / SERVICE:

Korianderblättchen zupfen; Chilischote entweder fein würfeln oder
wie eine Blume aufschneiden (so oder so Kerne entfernen!!) Die Suppe
(und die Scampis) in die Teller geben und mit Korianderblättern und
Chilischote garnieren. Evtl. noch etwas Sambal Olek frei als
Dekoration einsetzen.

Passt als Vorspeise bestens zu Curry-Gerichten oder als wärmende
Hauptspeise.

VARIANTE:

Für solche, die Scampis nicht unbedingt mögen: Gebratene
Bananenstücke eigenen sich auch als Einlage!

BILLI:

Fruchtig fein, würzig scharf und hervorragend mit den gebratenen
Scampi! Knoblauch und Chiliwürfel sind nicht im Original-Rezept und
es wird Kerbel anstelle von Koriander eingesetzt. Allerdings bekommt
die Suppe sofort etwas mehr Geschmack, der sehr abhängig davon ist,
wieviel Aroma die Mango hat. M.E. geht der Kerbel total unter…
Ansonsten gilt einfach abschmecken!!

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Abschiedspflästerchen

Was ist der Frühling doch schön!
So nebenbei, Sommer, Herbst und Winter auch!!!

Besonders in kulinarischer Hinsicht (was für die drei nacherähnten Jahreszeiten eben auch gilt…):

Ich freue mich immer wieder über den gelben Löwenzahn, die ersten Schweizer Erdbeeren, den Rhabarber, die Spargeln, Barba di Frate, jungen Spinat, die kleinen Erbsen, den Bärlauch, die Holunderblüten und und und

Beim Frühling dünkt mich, geht die Zeit rasend schnell vorbei und schon wieder muss man sich vom Rhabarber verabschieden, den Bärlauch rettet man vielleicht noch in Form von Pesto einige Wochen in den frühen Sommer und die Spargeln möchte man doch nicht missen als feines Gemüse, aber ach – vorbei! Und es bleibt nur, den Geschmack des Gemüses, der Früchte, der Kräuter in wehmütiger Erinnerung zu behalten und zu hoffen, dass nächstes Jahr der Frühling möglichst schnell wiederkommt …

Traditionsgemäss gehört natürlich ein Rhabarberkuchen zur Verabschiedung des Frühlings dazu, diesmal aus der Zuger Ausgabe der "Landfrauen-Kochbücher", einer wirklich empfehlenswerten Kochbuchserie. Normale Küche, all- und festtagstauglich, und trotzdem mit dem gewissen Etwas. Regionale Spezialitäten und ganz einfach auch feine Geheimrezepte aus dem Fundus der Schweizer Bäuerinnen.

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Auch wenn er etwas aussieht, als wäre er innen pampig – war er nicht!
Da es grad so 150 Gramm zuwenig Rhabarber hatte, bekam der Teig noch Erdbeeren verpasst und das Duo infernal passte auch hier wieder mal super. Im Büro des Göttergatten prügelte man sich zwar nicht gerade (das macht eine Geschäftsleitung nicht), aber es ging blitzschnell und jeder hatte sich sein zweites Stück gesichert…

Der Kuchen kann auch mal anstelle von Rhabarber Himbeeren enthalten und bleibt weiterhin wunderschön feucht aber nicht pampig.

Einfach nur geniessen und sich auf die nächste Rhabarbersaison freuen!

 ==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Rhabarberkuchen Bernadette
Kategorien: Backen, Früchte, Schnell
     Menge: 1 Springform 24 cm / 1 Cakeform 32 cm

    500     Gramm  Rhabarber
    100     Gramm  Butter, zimmerwarm
      1       Prise  Salz
    200     Gramm  Zucker
      3      Eier
      1      Pack. Vanillezucker
    200     Gramm  Mehl
    1/2      Pack. Backpulver
               Puderzucker

============================ QUELLE ============================
            "Zuger Bäuerinnen kochen"
            ISBN 9783905694208
            — Erfasst *RK* 30.05.2010 von
            — Marie-Isabelle Bill

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Backform fetten oder mit Backpapier
auskleiden. Rhabarber in Würfel schneiden und bereit stellen.

Butter, Salz, Zucker, Eier und Vanillezucker zusammen schaumig
rühren. Mehl und Backpulver dazusieben und unterrühren.

Rhabarberwürfel unterziehen, die Masse in die Form füllen und auf
der untersten Rille bei 180 Grad ca 1 Stunde backen.

Leicht abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und nach Belieben
mit frisch geschlagenem Rahm servieren.

TIPP:

Kann ganz gut auch mit tiefgefrorenen Früchten zubereitet werden.

BILLI:

Ein wunderbar feuchter, trotzdem leichter Kuchen, der sehr schnell
(75 Min.) zubereitet ist.

VARIANTEN:

Auch schon mit Himbeeren gemacht – schmeckt wunderbar. Und erst
grad auch mit Erdbeeren und Rhabarber – funzt tatsächlich richtig gut.

Passt auch zu Erdbeersalat!

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My Carrot Valentine Cake – by Cynthia

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Mal wieder Zeit für einen Event
Mal wieder was Neues backen
Mal wieder Valentinstag!

Ich habe ja bereits über Cynthia Barcomi geschrieben und die Nainamo Bars vorgestellt. Zum Valentinstag beschloss ich, den nach Rüebli-Kuchen lechzenden Göttergatten zu verwöhnen. Frau Barcomi schreibt in ihrem Backbuch: "Was kann man zum Carrot Cake sagen? Rübli-Kuchen? Vergessens Sie's! Carrot Cake ist eine Liga für sich…..Perfekt…"

Um es kurz zu machen:
Er schmeckt sehr gut, er ist keine Liga für sich und perfekt ist er auch nicht!

Selten habe ich mich so sklavisch an ein Rezept gehalten, ich wollte ja nichts falsch machen. Für mich ist es ein typisch amerikanischer Kuchen: Nussig und feucht, pompös, mit einem süssen, zitronigen Frosting, das Frau Barcomi sogar als "allerbestes Frosting – frisch, cremig und zitronig" bezeichnet.
Dem stimme ich nur verhalten zu, denn wenn sogar der Göttergatte findet, dass ein Stück mehr als genug ist, dann scheint für meine Küche eher etwas schief gelaufen zu sein. Für Süssschnäbel und Kalorienhochöfen ist das sicher kein Problem, für mich schon.

Allerdings gestehe ich Frau Barcomi zu, dass der Kuchen sich – da bin ich fast sicher – sehr gut für Cupcakes eignet. In dem Falle nämlich ist die Portionierung sicher gut und das Süsse überlebbar.

Den nächsten Versuch werde ich fairnesshalber mit Cupcakes starten – als Geburtstagstorte kommt er für mich nicht in Frage und als Valentinskuchen für zwei… mmmh, nach einem solchen Stück Kuchen wird das Pärchen wohl bloss noch ermattet in die Kissen sinken.

Der Kuche soll einer sein, der sich auch für Hochzeitstorten eignet…

Carrotcake1 

Carrotcake2 

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Carrot Cake
Kategorien: Kuchen, Backen, Vorbereiten
     Menge: 1 Springform 26 cm oder 18 Cupcakes

======================= TROCKENE ZUTATEN =======================
    280     Gramm  Mehl
    260     Gramm  Zucker
      2      Teel. Natron
      1      Teel. Zimt

======================== WEITERE ZUTATEN ========================
    110     Gramm  Walnüsse, zerbröckelt
     75     Gramm  Kokosraspel
     75     Gramm  Rosinen
    200     Gramm  Frische, grob geraffelte Karotten

======================= FLÜSSIGE ZUTATEN =======================
    250        ml  Pflanzenöl
      3            Eier
    175     Gramm  Ananas aus der Dose, abgetropft, püriert

=========================== FROSTING ===========================
    125     Gramm  Butter
    200     Gramm  Philadelphia-Frischkäse
    1-2      Teel. Abgeriebene Zitronenschale
      1      Teel. Zitronensaft
    500     Gramm  Puderzucker, gesiebt

============================ QUELLE ============================
            Cynthia Barcomi's Backbuch, Verlag Mosaik by Goldmann
            — Erfasst *RK* 16.02.2011 von
            — Marie-Isabelle Bill

Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eine Springform mit Einsatz oder zwei
runde Kuchenformen (à je 24 cm) ohne Einsatz oder Muffinsform(en)
einbuttern und leicht mit Mehl bestäuben.

In einer Schüssel die trockenen Zutaten gut zusammen vermischen. In
einem anderen Gefäss die weiteren Zutaten gut vermischen

In einer grossen Rührschüssel das Öl und die Eier gut verschlagen,
dann die pürierte Ananas zugeben. Nun die trockenen Zutaten mit
einem Löffel/Kelle untermischen (nicht mit dem Mixer!!) bis alles
eben gerade so vermengt ist. Anschliessend die restlichen Zutaten
dazugeben und ganz locker unterheben – nicht zu lange rühren und
gründlich vermischen!

Sofort gleichmässig auf die vorbereitete(n) Form(en) verteilen und
in den Backofen geben.

Backzeiten: 50 Min. bei Springform, 30 Min bei 2 Kuchenformen, 20
Min. bei Cupcakes/Muffins. Unbedingt Garprobe machen – der Kuchen
sollte nicht zu trocken sein.

In der Form ca 10 Min. abkühlen lassen, aus der Form nehmen.

FROSTING:

Alle Zutaten müssen zimmerwarm sein!!! Butter und Frischkäse mit dem
Mixer glatt rühren. Zitronenschale und -saft unterrühren, am Schluss
langsam den Puderzucker dazugeben. Auf höchster Stufe schlagen, bis
das Frostin leicht und fluffig ist. Mit einem Spachtel auftragen.

Den Kuchen 15 – 30 Min. kühl stellen (für's Frosting)

BILLI:

Kuchen schmeckt gut und saftig, nussig, "amerikanisch". Das frische,
süss-säuerliche Frosting ergänzt den Nussgeschmack optimal. Obwohl
der Titel Carrot Cake lautet, merkt man nicht allzuviel von den
Karotten, ausser dass er wunderbar feucht ist. Das Ganze ist mit dem
Frosting zusammen etwas gar üppig. Unbedingt Cupcakes ausprobieren!

=====

 

 

 

Ha! Schon wieder ein König!

Eigentlich wollte ich ja, so meine Aussage vor zwei Jahren beim Königskuchen-Event, keinen "normalen" Drei-Königskuchen backen. Da wollte ich meinen Hobbybäckerkuchen nicht an den schönen Meisterwerken messen lassen. Ich scheute den Vergleich. Fragt sich bloss wieso – bei "normalen" Kuchen und Torten habe ich diese Hemmungen nicht.
So habe ich mich also spontan entschieden, am Vorabend zum Drei-Königstag doch noch einen eigenen Kuchen zu backen. Da die Hefe beim Auftauen vergessen ging, war ich gezwungen 1 kg Mehl zu verwenden (die Hefe lässt sich in halbflüssigem Zustand so schlecht halbieren!). Dies bedeutet, dass ich sämtliche Bewohner unseres Hofes "beglücken" kann…

Drei Kuchen für insgesamt drei Haushalte mit unterschiedlicher Personenzahl. Und ich habe das Ding noch nie vorher gemacht!

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Na, das Resultat lässt sich doch sehen, schmeckt köstlich und ist erst noch – ha! – ein gaaanz normaler Hefeteig. Was hatte ich bloss? Bei uns kommt doch wöchentlich ein Zopf auf den Tisch, und der ist weiss Gott keine Hexerei!

Es hapert eher an der fehlenden Krone … vielleicht sollte ich an der Fasnacht unbedingt eine solche erstehen? Obwohl – Würde und wahre Königlichkeit finden sich ja im Charakter.

Noch ist übrigens die Fava-Bohne nicht gefunden… – es besteht also noch eine reelle Chance, für einen Tag die Regentschaft zu übernehmen! Ich erlaube mir deshalb, mir selber für einen Tag ein Denkmal zu setzen! (Das Zepter hab ich, glaube ich, schon)

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel:              Drei-Königs-Kuchen à la Reine Marie-Isabelle
Kategorien: Gebäck, Festtag, Süss, Kuchen, Hefeteig
Menge:          4-5 Personen (oder 8…)

    500     Gramm  Mehl, zimmerwarm
  1 1/2      Teel. Salz
      3      Essl. Zucker
    1/2    Würfel  Hefe
      1      Teel. Zucker
     60     Gramm  Butter
    300        ml  Milch, lauwarm
      1            Bio-Zitrone, Schale abgerieben
    1/2            Bio-Orange, Schale abgerieben
      1  Messersp. Safran
      3      Essl. Sultaninen

======================= GLASUR/VERZIERUNG =======================
    1-2            Eigelb, verklopft
    1/2      Teel. Kaffeerahm
    1-2      Essl. Hagelzucker, weiss und/oder
    2-3      Essl. Mandelblättchen
      1            König in Form von Bohne, Saubohne oder ganzer
                   — Mandel, aber auch ein 1 Räppler

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach einem Betty-Bossi-Rezept
            — Erfasst *RK* 06.01.2011 von
            — Marie-Isabelle Bill

Sultaninen in etwas Orangensaft einweichen.

Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel gut vermischen.

Die Hefe mit 1 TL Zucker verrühren, bis sie flüssig ist. In der
Zwischenzeit die Butter in der warmen Milch verflüssigen. Die
Zitrusschalen und den Safran beigeben. Auf lauwarm abkühlen lassen.

Nun Hefe und lauwarme Milchmischung zum Mehl geben und einen Vorteig
ca 10-15 Min gehen lassen.

Die Rosinen abgiessen (Orangensaft nicht mehr einsetzen!) und in den
Teig geben. Jetzt den Teig gut kneten, bis er schön weich und glatt
ist. In die Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch zudecken. Ca
2 Std auf das Doppelte aufgehen lassen.

8 Portionen à ca 80 g vom Teig abwägen, Kugeln formen und dabei 1
König in in eine der Kugeln stecken. Aus dem restlichen Teig eine
grosse Kugel formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Die kleinen Kugeln gleichmässig darum herum verteilen. Alle Kugeln
müssen sich mind. leicht berühren.

Eigelb und Kaffeerahm mit einer Prise Zucker gut verrühren. Nun den
Kuchen leicht bestreichen und anschliessen nochmals ca 20-30 Min.
gehen lassen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Jetzt den Kuchen nochmals bestreichen und mit Mandelblättchen und/
oder Hagelzucker bestreuen.

Ca 30-35 Min. in der unteren Hälfte des Ofens backen (Klopftest)
herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Billi: Schmeckt köstlich, leicht süss und wirkt durch den Safran
etwas edel – königlich halt! Nicht lange im Voraus backen -
Hefegebäck schmeckt frisch am besten.

Das Originalrezept verwendet keine Orangenschale und keinen Safran.
Dafür 4 EL Sultaninen, was ich wirklich für zuviel halte, bereits 3
sind an der oberen Grenze. Die Sultaninen werden auch nicht
eingeweicht. Das Einweichen hilft aber, das Austrocknen oder gar
Verbrennen der Beeren an der Oberfläche zu verhindern.

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Nanaimo Bars oder Cynthia Barcomis Männerverwöhner

Über Cynthia Barcomi gab es im Zusammenhang mit Ihren beiden Backbüchern schon recht viel zu lesen. Die Italo-Amerikanerin betreibt aber in Berlin zwei Cafés: das "Kaffeerösterei" im Westen Kreuzbergs und das "Barcomi's Deli" im Herzen Berlins, ca 10 Gehminuten vom Alexanderplatz. 
Leider ziert noch keines ihrer Werke meine Bibliothek. Ihr erstes Buch "Cynthia Barcomi's Backbuch" wurde als Must bezeichnet; ob das zweite Buch "Backen – I love baking" wirklich nötig war – da scheiden sich die Geister. In der Zwischenzeit ist auch noch ein "Kochbuch für Feste" erschienen.

Im Adventskalender von "Valentinas Kochbuch" - übrigens ein in jeder Hinsicht empfehlenswerter Blog für Foodies –  stiess ich auf Signora Barcomi und besuchte daraufhin ihre Homepage. Resultat: Angefixt! ICH WILL DAS BACKBUCH! ICH MUSS UNBEDINGT MAL IN DEN SHOP! Ich hab da nun also eine weiter Adresse in Berlin… und ich muss sofort ab in die Küche!

Eines ist mir aber schnell klar geworden:
Sie versteht es, Urinstinkte zu wecken. Mag es sein, weil mann und frau sich einfach den köstlichen Gebäcken hingeben kann (und erst am nächsten Tage auf der Waage…), weil es mit ziemlicher Sicherheit Soul-Food der süssen Variante schlechthin ist oder weil ihre Backwerke nicht überall zu finden sind und sich das "muss-ausprobieren"-Gen sofort in den Vordergrund tritt. Egal – ich bin zwar kein Süss-Freak, aber Süsses backen, das liebe ich.

Also nichts wie ab in die Bergbackstube und gleich mal für den anstehenden Weihnachtsbesuch ein Kleingebäck zum Kaffee ausprobiert: Die Nanaimo Bars, köstlich-süsse Schnitten, die mal wieder Männerherzen höher schlagen liessen – worauf dann auch gleich die Nachfrage nach dem Butterkuchen für glückliche Männer kam…

Fazit: Ein klein wenig Zeit braucht das Ganze, weil es doch zwischendurch kühl gestellt werden muss, aber das Sozusagengebäck – es geht keine Minute in den Ofen! – ist etwas für wahre Süssschnäbel! Es ist sicher nicht en masse zu geniessen, aber passt unwahrscheinlich gut zu einem Latte Macchiato oder einem feinen Espresso und hält sich kühl einige Tage! Thanks to Cynthia!

PS 1. Seit Januar sind auf ihrer Homepage noch mehr Rezepte zu finden… ;-)

PS 2. Eine Reise nach Berlin wäre doch ein guter und realistischer Vorsatz für 2011, oder?

 Nanaimo bars 
 
 

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel:              Nanaimo Bars
Kategorien: Backen, Kleingebäck, Schokolade
Menge:          24 Stück (in einer 23 cm x 23 cm-Backform)

============================= TEIG =============================
    200     Gramm  Zwieback, fein gemahlen
     80     Gramm  Kokosraspel
     50     Gramm  Walnüsse, fein gehackt
    125     Gramm  Butter, zerlassen
     50     Gramm  Zartbitterschokolade, zerbröckelt
     50     Gramm  Zucker
      1      Pack. Vanillearoma
      1            Ei, leicht verschlagen

============================ FÜLLUNG ============================
     60     Gramm  Weiche Butter
      3      Essl. Sahne
    200     Gramm  Puderzucker, gesiebt

============================ GLASUR ============================
130-150     Gramm  Zartbitterschokolade, geschmolzen

============================ QUELLE ============================
            Cynthia Barcomi
            — Erfasst *RK* 13.12.2010 von
            — Marie-Isabelle Bill

1. Zwieback, Kokosraspel und Walnüsse vermischen. Die Butter
zerlassen, dann die Schokolade zugeben, bis sie schmilzt, gefolgt
von Zucker und Vanille-Aroma. Diese Zutaten und das Ei zur Zwieback-
Kokosnuss-Mischung geben und gut verrühren. Die Mischung in die
Backform pressen. Etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Alle Zutaten für die Füllung mischen und mit dem Schneebesen
glatt rühren. Auf dem gekühlten Boden verstreichen. Erneut für eine
Stunde in den Kühlschrank stellen.

3. Schokolade für die Glasur schmelzen und mit einem Messer über der
gekühlten Füllung verteilen. Eine weitere Stunde in den Kühlschrank
stellen, bevor Sie das Ganze in Schnittchen aufschneiden.

BILLI: Etwas für Süssschnäbel, ein richtiger Männerverwöhner! Die
herbe Schokolade macht es aus und das Ganze passt hervorragend zu
Latte Macchiato, Espresso oder anderem feinem Kaffee!

Evtl. für den Teig 80 g Schokolade und 20 g Zucker ausprobieren.

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Wunderschöne, frohe und fröhliche Weihnachten!

Xmas 10 
Liebe
Foodies,
Blogger, Freunde, Mitleser, Nachkocher, Mitkocher, Vorkocher, Vorbilder, Geniesser, kleine Köche, grosse Köche, Kochgötter, Kochhexen, Küchenzauberer und natürlich alle, die sich nicht betroffen fühlen

Ich wünsche Euch ein wunderschönes und – falls Ihr es Euch wünscht – geruhsames Weihnachtsfest!

Und all' denen, die – wider allen unqualifizierten Rufen von Gästen – halt wirklich gerne lange für eben diejenigen Gäste in der Küche stehen. Aber auch all' denjenigen, die sich für einmal nur superkurz an den Herd stellen:

Gutes Gelingen, feines Essen, rundum satte Gäste und Euch:  Zufriedenheit!

Alles Liebe

Schnell und schon wieder bitter, aber lustig!

Es ist Samstag-Mittag, kurz nach zwölf und vor uns liegen "fette Tage"….
Kühlschrank - Tendenz eher leer, ausser "Trevisano - bitter und köstlich"
Vorratsschrank - Vorderstes Pack "Tortiglioni - gerillt und gedreht"
Göttergatte und Köchin - hungrig
Zeit - eher knapp wegen Einkaufstour und Geocachen am Nachmittag – trotzdem
Wille zum Genuss:   genügend vorhanden!!

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Diese Umstände führen unweigerlich dazu, dass erst mal das Pastawasser in der Pfanne zum Köcheln gebracht wird.
In der Zwischenzeit werden die Überbleibsel an Trevisano quer geschnitten, zwei Knoblauchzehen und eine mittlere Schalotte kleinstgeschnippelt und umgehend dem Dünsten in 1-2 EL Olivenöl zugeführt zu werden.
Der Göttergatte wird, weil raubtiermässig hungrig durch die Küche tigernd, mit der anspruchsvollen Aufgabe betraut, den Tisch zu decken, die Pastateller zu wärmen und den Parmigiano zu reiben (eine Handvoll).
Trevisano rühren, ein klein wenig braun werden lassen, mit einem halben Deziliter Weisswein ablöschen, 1-2 EL Pastawasser zugeben, einköcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Tortiglioni (al dente) abgiessen – Göttergatten Teller bringen lassen – Gezeter wegen heissen Tellern nicht beachten.
Mit frisch gemahlenen Pfeffer, etwas Salz und wenig, wenig Rahm – keine Sauce machen! – abrunden, die Tortiglioni und eine Handvoll Göttergattenparmesan in die Trevisanopfanne schmeissen und liebevoll umrühren – in die Teller geben und sofort servieren. Wer mag reibt sich selber noch etwas Parmesan über die Tortiglioni. Aber bitte: Nicht zu viel, denn nur der Trevisano macht lustig, nicht der Parmigano!

Pasta: Wunderbar bitter und der Aufsteller des Tages!

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Achtung fertig – Advent!

1 Advent 2010 

Ja, wir haben doch tatsächlich bereits die ersten Guetzli, Pummi, Gutzi, Kekse, Plätzchen,  Biscuits oder wie auch immer die süssen Kleinigkeiten, die den Advent erst so richtig abrunden, heissen, bereits letztes Wochenende gebacken:
Bei unserem, nach vierzehn Jahren nun doch schon tradtionellen, "Guetzlisonntag auf dem Berg", backen wir immer mit der Familie unseres Patenkindes (auch sehr liebevoll Prinzessin genannt) einen Sonntag lang die Keksdosen voll. Basis sind immer 2-3 Klassiker sowie in jedem Jahr einige absolute Neuigkeiten, die jeweils mit mehr oder weniger Erfolg in eine "To-do next year – Liste" aufgenommen werden.

Der Anlass verändert sich – wie eben die Kinder…
Anfangs war der Anlass wahnsinnig ernsthaft – Ausreden, der Küche zu entfliehen galten nur im Zusammenhang mit Windelwechseln (bei den Kindern), Beschäftigungstherapie (auch bei den Kindern) oder menschlichen Bedürfnissen (bei Erwachsenen galt eine streng einzuhaltende Liste!).
Später mussten dann die etwas hohen Ansprüche an Schönheit und Perfektion der einzelnen Gebäcke zurück geschraubt werden. Und man musste sich, im Anschluss an den Kindereinsatz in der Küche und am Plätzchenteig ("NEIN, Catherine, wir wollen nicht nur Kätzchenkekse!" – HAAALT, Philipp, ein Esslöffel Zuckerkügelchen pro Plätzchen ist wirklich genug!"), der Intensivreinigung von Küche, Kindern, Haut und Haar widmen.
Noch etwas später durfte die erweiterte Familie einige Jahre lang, im Anschluss an die Backorgie, auf extrem harten Kirchenbänken, einem Adventskonzert der äusserst besinnlichen Dorfmusik (Du-hu, Mami, warum spielen die Männer so langsam? – Papiii, der René schläft!") lauschen. Was tut man nicht alles, um die politische Karriere eines lieben Freundes zu stützen – ein Gemeindepräsident hat schliesslich gesellschaftliche Verpflichtungen…
Nun begann langsam die Zeit, bei der sich, ausser dem wirklich, wirklich harten Dreier-Kern, die drei anderen auf merkwürdige Art und Weise irgendwie aus dem Staub machten: "Also wenn der Papi heute unbedingt wegen der Wahlen ins Büro muss, dann darf ich doch wohl noch etwas an den PC!", "Mist, ich habe vergessen, dass ich morgen eine Mathe-Prüfung habe!"
"Oh, Sorry, die Ärmsten (Sekretärinnen) im Wahlbüro mussten wirklich unterstützt werden – was, habe ich gesagt, dass ich spätestens um drei wieder hier bin? Aber jetzt ist doch erst Fünf! – Machen wir dafür gleich eine kleine Apèro-Pause?"

Wirkliche Konstanten sind eigentlich immer noch:
a) die Diskussion über die Dicke der Mailänderlis
b) das Gezeter über den gerade leeren Backofen
c) der Göttergatte, der aus der Kälte kommt, weil sich da die Glasur so schön streichen lässt
d) viel Lachen
e) Mehl im Gesicht (nicht am Ärmel!)
u.v.a.m.

MISSEN MÖGEN WIR IHN NICHT, NIE, NIMMER, DEN GUETZLISONNTAG!

 Retrospektive – die Produktionsresultate 2006, 2008, 2009 und 2010:

Guetzli-Segen  Guetzle 08_c

Guetzli 09 b Guetzlisegen 10 

Über das vergangene Wochenende nun waren neun Sorten Plätzchenteige zu verarbeiten:
Die Klassiker Mailänderli, Zimtsterne, Rumblümchen, Spitzbuben (diesmal mit Hagebutte), Weintropfen und Vanillekipferl. Diesmal neu: Macadamia-Häufchen,  Schokoherzen und eine neue Variante Kokosmakrönchen.

Neu und wirklich eine kleine Sensation waren Macadamia-Häufchen und die Schokoherzen:
Hier also der erste Beitrag zum Guetzli-Marathon – denn bei uns zuhause, so habe ich mir vorgenommen, werden sicher noch einige Sorten nachgebacken und neu ausprobiert, denn wir haben da noch so einige leere Keksdosen…

Einen guten Start in die Adventszeit Euch allen!

Macadamiaplätzchen Schokoherzen1
===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Macadamia-Plätzchen
Schokoladensterne

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Macadamia-Plätzchen
Kategorien: Kleingebäck, Backen, Nüsse, X-Mas
     Menge: 40 Stk

    175     Gramm  Butter, zimmerwarm
    100     Gramm  Zucker
      1            Ei
      1     Prise  Salz
      1            Vanilleschote, Mark
      1      Teel. Zimtpulver
    200     Gramm  Mehl, gesiebt
      1      Teel. Backpulver
150-200     Gramm  Macadamianüsse, sanft geröstet, grob gehackt

============================ QUELLE ============================
            Cakes & Cookies, Zabert & Sandmann
            — Erfasst *RK* 23.11.2010 von
            — Marie-Isabelle Bill

Butter mit Zucker und Salz gut verrühren, bis sich der Zucker fast
aufgelöst hat. Dann das Ei zusammen mit Vanillemark und Zimt unter
die Buttermasse rühren.

Mehl und Backpulver vermischen, auf die Buttermasse geben und
zusammen mit den Nüssen unterkneten. Nicht zu lange kneten, der Teig
wird sonst zäh!

Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhalte folie wickeln und
mind. 30 Min. kühl stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier
auslegen.

Vom Teig walnussgrosse Portionen nehmen und zu Kugeln formen. Mit ca
3-4 cm Abstand auf das Backblech setzen und im Ofen ca 10-12 Min.
backen.

Die Plätzchen herausnehmen und auf dem Kuchengitter abkühlen lassen.
In gut verschliessbarer Dose kühl und trocken aufbewahren.

BILLI:

Wunderbar feines, mürbes und nussiges Guetzli, das auch ausserhalb
der Weihnachtszeit schmecken muss! Es sind keine Kugeln, nein
Häuffchen!

Im Originalrezept werden 150g Nüsse empfohlen – für mich etwas zu
wenig. Aber der Tipp, die Nüsse vorher zu rösten (ohne Fett!) ist
grandios und steigert den Genuss!

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==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Schokoladensterne
Kategorien: Guetzli, Plätzchen, Schokolade, X-Mas, Kleingebäck
     Menge: 45 Stk

    100     Gramm  Zucker, möglichst fein
     60     Gramm  Mandelgriess oder geriebene Mandeln
     60     Gramm  Nussgriess oder geriebene Nüsse
     50     Gramm  Marzipanrohmasse
     50     Gramm  Blütenhonig, leicht flüssig
    300     Gramm  Kakaopulver
      1            Eiweiss, ganz leicht aufgeschlagen – nicht steif!
     50     Gramm  Mehl (Type 550)
     70     Gramm  Zartbitter-Schokolade, mind 70%, geschmolzen

======================= MÖGLICHE GLASUREN =======================
    100     Gramm  Zartbitter-Schokolade, mind 70% geschmolzen
                   Feinste Silberperlen
                   Oder
      2            Eiweisse
    2-3      Essl. Puderzucker
      1  Handvoll  Rosa Pfeffer, gestossen

============================ QUELLE ============================
            Jürgen Tandetzki, www.der-keksbaecker-hamburg.de
            2009 in "Liebes Land"
            — Erfasst *RK* 25.11.2010 von
            — Marie-Isabelle Bill

Wenn man kein Mandel- resp. Nussgriess hat, die geriebenen Mandeln
und Nüsse im Cutter fein mahlen und zusammen mit dem Zucker in eine
Teigschüssel geben.

Die Marzipanrohmasse entweder ganz fein hacken oder direkt in zu der
Nuss-Zuckermischung reiben.

Den Blütenhonig und das Kakaopulver dazugeben und alles gut
vermischen.

Das Eiweiss unterheben und das Mehl dazusieben. Anschliessend die
geschmolzene Schokolade unterrühren.

Nun alles zu einem Teig verkneten und einige Stunden, resp. am
besten über Nacht in Folie gewickelt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag ganz kühl ca 1 cm dick auswallen und mit einer
Sternenform ausstechen.

1 Stunde kühlstellen, dann 8-10 Min. bei 160 Grad backen.

Zwei Varianten von Glasur:

a) nach dem Backen sorgfältig mit geschmolzener Schokolade
bestreichen und evtl. mit feinen Silberperlen verzieren

b) VOR dem Kühlstellen die Eiweisse mit dem Puderzucker aufschlagen,
die Sterne dünn damit bestreichen und mit etwas gestossenem rosa
Pfeffer bestreuen. Vorsicht, die Glasur kann u.U. etwas krisselig
werden und nicht sehr schön aussehen…

BILLI:

Wir mögen die Schokosterne pur oder mit feiner Schokolade bestrichen,
sie sind wunderbar kräftig schokoladig, nicht zu süss und innen
leicht feucht (eher 12 Min. backen)! Die Entdeckung 2010!!

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Bitter aber lustig!

Nachdem es von Sonntag auf heute bereits 5 cm Schnee hingeworfen hat (ja, wir schreiben den 25. Oktober!!), machen wir uns hier auf dem Walchwilerberg auf einen langen und vielleicht auch harten Winter gefasst. Denn hart soll er werden, wenn die Mäuse bereits im September "ins Haus kommen" – unsere Katzen haben den ganzen September über brav einige Mäuschen angeschleppt – aus dem Keller, vom Dachboden etc. …

Aber die kältere Jahreszeit hat definitiv auch ihre Vorteile. Kulinarisch gesehen haben wir uns dem Wetter angepasst und heute den ersten Chicorée zubereitet. Ein Blattgemüse, das es in der Deutschschweizer Küche leider nur zum Salatfüller oder gerade mal zur Dipp-Hilfe gebracht hat.
Was für ein Jammer! Wer diese belgische Schönheit und ihre italienischen Cousinen wie Radicchio, Cicorino usw. nicht besser zu verwerten weiss – der hat es auch nicht verdient!

Eh bien, so will ich dem Missstand natürlich ein Ende bereiten und hier ein feines Süppchen präsentieren, aber vorher noch auf einige andere Zubereitungsvorschläge hinweisen:
So beispielsweise von Robert von lamiacucina :
Endives au citronRadicchio und Chicorée vom Blech,  und Chicoréesalat mit Vanilledressing. Oder Petras Geschmortes Huhn mit Chicoree. Bei Bollis Kitchen ist eine gute Anleitung für Geschmorten Chicorée zu finden – und wer sich mal die Mühe macht, französische Blogs zu lesen, der wird auch da fündig! Für uns ist die Bittere einfach grossartig, wir lieben sie auch überbacken (mit Schinken umwickelt beispielsweise) oder gebraten als Beilage. Leicht bitter macht doch lustig!

Chicorée-Suppe 

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Soupe aux endives – Chicorée-Süppchen
Kategorien: Suppe, Gemüse, Vorspeise, Schnell
     Menge: 4-6 Personen

      3            Chicorée
      1            Zwiebel, feingehackt
      1            Knoblauchzehe, feingehackt
     20         Gramm  Butter
    150        ml  Weisswein
500-600 ml  Hühner- oder Gemüsebouillon
    180       Gramm  Crème fraiche
                   Kräutersalz, Pfeffer
                   Anis, gemahlen
      1            Kräftige Prise Zucker

====================== GARNITUR / EINLAGE ======================
      1  Handvoll  Pinienkerne und oder grob gehackte Haselnüsse,
                   — geröstet

============================ QUELLE ============================
            Sehr frei nach einer 10-jährigen französischen
            Packungsbeilage
            — Erfasst *RK* 26.10.2010 von
            — Marie-Isabelle Bill

Von den Chicoréestangen pro Person 1-2 Blätter abbrechen und zur
Seite legen für die Dekoration.

Dann den Chicorée längs vierteln bis sechsteln und dann quer in
feine Streifen schneiden. 2/3 der Menge zusammen mit der Zwiebel,
dem Knoblauch und der Butter in eine Pfanne geben und glasig dünsten
(nicht bräunen!).

Mit dem Weisswein ablöschen und diesen leicht einköcheln lassen.
Anschliessend mit der Bouillon auffüllen und 2-3 Minuten köcheln
lassen. Mit dem Mixstab pürieren und aufschäumen. Mit Salz, Pfeffer
und Anis und Zucker abschmecken – Vorsicht, der Anis darf nicht
vorziehen.

Die restlichen Chicoréestücke in die Suppe geben und nochmals 1-2
Min köcheln lassen. Die Pfanne vom Herd ziehen und die Crème fraiche
unterrühren.

Nun in die vorgewärmten Teller geben, je ein, zwei Chicoréeblätter
als Deko einstecken und etwas Röstnüsse in/um diese Blätter geben.
Sofort servieren und dazu etwas Baguette reichen.

Billi:

Feine, nur leicht bittere Suppe, die in kleinen Mengen hervorragend
in ein Menü passt. Wir essen sie schon mal als "Suppen-Mahlzeit".
Superschnell gemacht und gibt was her! Haben auch schon andere
geröstete Nüsse, resp. Samen probiert. Aber die Haselnüsse und/oder
Pinienkerne passen am Besten.

=====

 

 

 

 

 

Zurück an den Herd!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Manchmal hält das Schicksal Überraschungen bereit, die man lieber nicht erleben möchte. Und das zwingt einen, die Lebensumstände anzupassen, Prioritäten zu verschieben und  -  wie in meinem Falle  -  den Blog etwas gar zu vernachlässigen, ja nicht mal andere Blogs intensiv zu verfolgen. 
Später besinnt man sich etwas zurück - vieles empfindet man als Geschenk und plötzlich findet man wieder Befriedigung in "häuslichen Herausforderungen"…

Also, zurück an den Herd!

Denn Sommer durch beschränkten sich meine Kochentdeckungen, mit wirklich wenigen Ausnahmen,  auf die Produktion von Sirups, Konfitüren, Marmeladen, Kräutertees etc. 
So werden also in lockerer Folge hier noch einige wenige Rezepte nachgeliefert und – so nehme ich mir vor,  um mir selber etwas Gutes zu tun – natürlich Neues veröffentlicht.
Ich freue mich und hoffe ein kitzekleinwenig, dass das auf Gegenseitigkeit beruht!

Dann also bis bald, bis zu den Rezepten für "Das weltbeste Ratatouille", "phantastische Madeleines", neue Suppen, Grill-Entdeckungen etc.
Die Pipeline füllt sich langsam, Madame schreibt sich nächtens die Finger wund beim Erfassen der Rezepte und die Fotos sind auch schon in Bearbeitung.

Das das Leben weitergeht – und erst noch schön, das belegen doch einige Impressionen der vergangenen Monate!

Februarsonne 
… die Hofkatzen geniessen die Februarsonne

IMG_6850
… unsere Prinzessin erhält ein professionelles Fotoshooting

 IMAG0363
… unsere Süsse auf Baumentdeckungstour

IMAG0569 
… und immer und immer wieder einfach schöne Aussichten!